Dem Jens seins...

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Tauchen, Safaga, Oktober 2006





Schnell mal für eine Woche Überstunden genommen und ab zum Tauchen nach Safaga! Für mich immernoch das beste Haus am Platz ist das "Holiday Inn". Ich bin schon zum vierten Mal dort. Das Strandhotel ist übersichtlich und hat einen riesigen Poolbereich in einem schönen Garten. Mein Zimmer (6202) wirkte renoviert und sauber, es hatte Klimaanlage, ein kleines Bad mit Dusche, Sat-TV, Kühlschrank und Balkon.
Aber man kann im Laufe der Jahre schon Veränderungen beobachten, die nicht so schön sind. Seit dieser Sommersaison kann man AI buchen und damit nahm leider der Service am Gast ab. Kein Vergleich zu AI in der Türkei! Zum Beispiel bekommst du als HP-Gast auf Bestellung eine ganze Flasche "Stella" oder "Sakkara", haste AI, bekommst du nur ein Plastik"glas". Ins Glas passt nur `ne halbe Flasche, man is also ständig am Nachordern. Das Tauchenherz kann`s aber verschmerzen, denn wir sind ja den ganzen Tag auf dem Boot unterwegs.


Los ging`s im Ducks Dive Center am 28.10.06 vormittags mit einem Checkdive am Hausriff. Dann folgte am Nachmittag ein Dive am Spot Gamul Kebir. Außer dem erst kürzlich entdeckten antiken Amphorenfeld am Hausriff (behauptet jedenfalls Edi von Ducks Dive) gabs nichts besonderes zu sehen. Zum Eingewöhnen aber ohay.
An dieser Stelle darf ich natürlich meinen Dauer-Buddy der nächsten Tage nicht vergessen: Doreen aus Augsburg (eigentlich aus Thüringen). Genau wie ich Anfänger unter Wasser, ziemlich nett, gutaussehend und intelligend...





Download kmz-Datei "Ducks Dive Center" für Google Earth


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Weiter ging`s am 29.10.06 mit der "Sea Tiger" und dem Giude Steffi zum Cannon Reef, einer der südlichsten Tauchplätze. Hui, hier war es ganz schön "windig" unter Wasser. Auf dem Weg vom Ankerplatz in Richtung des südlichen Korallenblockes musste man ganz schön paddeln. Der Rückweg war umso entspannender, die Strömung zog einen langsam am Riff vorbei. Hier gab`s auch dann endlich auch was zu sehen.




Download kmz-Datei "Cannon Reef" für Google Earth




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30.10.06, dritter Tauchtag. Wir waren mit dem Guide Rene auf der "Dugong" unterwegs. Langsam machte das Tauchen Spaß, ich war zunehmend weniger mit mir und meinem Gerödel beschäftigt. Man taucht eben viel zu selten ...








Download kmz-Datei "Tobia Hamra" für Google Earth


Ich habe ein kleines Video am Tauchplatz Tobia Hamra gedreht. Der Grund liegt dort etwa auf 12 Meter, kein Scherz! Und "E.L.G.A.R.M" heißt "Einziger lichtensteiner Guide am Roten Meer", das war Rene.
Beim Briefing wurde vereinbart, dass Doreen und ich Rene "unauffällig folgen" wollten. Naja, es war soviel Verkehr unter Wasser, dass wir ihn verloren hatten und auf eigene Faust unser Boot suchten. Wären uns nicht andere entgegengeschwommen, wir wären weiter geradeaus getaucht bis nach Makadi Bay, als links abzubiegen. Das Gelächter später an Bord kann sich jeder vorstellen . Bei diesem Dive sahen andere Tauchen unserer Gruppe unter Wasser eine Schildkröte. Schade, wir sahen sie nicht. Trotzdem war das ein "nice dive" und farbenmäßig "ging der Punk ab".


Nach dem üppigen und wohlschmeckenden Mittagessen und einem Verdauungsschläfchen ging`s nach Gamul Kebir Nord. Ein absolut entspannter Dive ohne Strömung und tiefer als 20 Meter iist es hier auch nicht. Zwischen den riesigen Korallenblöcken begegneten wir mehreren Blaupunktrochen, einem kleinen Napoleon und gleich zu Beginn einen ca. 120 cm großen Thunfisch. Na geht doch ...

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Vierter und letzter Tauchtag, 31.10.06. Doren und ich waren wieder mit Rene auf der Dugong unterwegs. Getaucht wurde vomittag am südlichsten von Safaga aus angefahrenen Riff, dem Shab Hamdalla.








Nachmittags am Shab Shear Ost. Auch hier sollte der "Punk abgehen", aber nicht wegen der Fischvielfalt. Gleich am Bootsanlegeplatz in ca. 20 Meter Tiefe liegt das Wrack eines "Barracuda"-Safariboots. Es war nicht mehr viel übrig, aber dennoch gut erhalten. Das sollte aber nicht die Hauptattraktion sein. Wir tauchten max. 15 Meter tief, Riff immer an der linken Schulter. Nach einiger Zeit tauchte rechts vom Riff ein rieser Korallenblock auf. Zwischen diesem und dem Riff schwammen wir hindurch und dahinter öffnete sich ein riesiger Garten mit Dom-Porenkorallen. Das war hier die Attracktion! Bei 100 bar drehten wir um und tauchten durch schmale Gänge an jenem großen Korallenblock. Kurz vor dem Auftauchen zum Boot schwamm noch eine Torpedorochen an der Riffwand entlang.
Nach 60 Minuten und 40 bar Rest auf dem Fini war unser letzter Tauchgang leider schon beendet. Die letzten unserer Gruppe kamen übrigens nach 82 Minuten zurück. Wie machen die das bloß? Die hatten auch nur eine 200 bar Flasche...


Download kmz-Datei "Shab Shear Ost" für Google Earth
Download kmz-Datei "Shab Hamdalla" für Google Earth


Im Roten Meer herrschte bei allen Tauchgängen durchweg 27 Grad Wassertemperatur, die Sicht unter Wasser reichte bis zu 30 Meter. So ist mir das angenehm.
Übrigens kann man alle Tauchplätze auch mit Google Earth anfahren. Dafür habe ich die .kmz-Dateien hier eingestellt. Diese können einfach runtergeladen und in Google-Earth geöffnet werden.
Alle Tauchgänge waren hervorragend organisiert und durchgeführt. Dank an alle: Office Crew, Guides, Crews der Dugong und Sea Tiger und natürlich Bonsai!! Und an Doreen.